Ganz wichtige Ansage: Die lange, lange Zeit, in der wir ohne diesen Song leben mussten, ist vorbei!
Oder, aus spitzem Winkel betrachtet: DIE deutsche Newcomerband des vergangenen Jahres legt endlich nach und präsentiert ihre ungeduldig herbeigesehnte neue Single.
Oder, aus spitzem Winkel betrachtet: DIE deutsche Newcomerband des vergangenen Jahres legt endlich nach und präsentiert ihre ungeduldig herbeigesehnte neue Single.

Und es wird tatsächlich wahr:
Mit „Allein, allein“ brechen Polarkreis 18 endgültig das Eis, schießen die naheliegenden Metaphern zu Puder, die einem früher vielleicht in den Sinn kamen, wenn man ihren Gruppennamen hörte oder dem frostverbeulten Kerl auf dem Cover des Debütalbums „Polarkreis 18“ ins Gesicht guckte. Der Landeplatz von „Allein, allein“ ist die Tanzfläche, der warm beleuchtete und beherzt flackernde Disco-Club, der immer noch genug Gefahren birgt.
Wer schon mit Polarkreis 18 Bekanntschaft geschlossen hat, wer ihr majestätisches Album gehört oder eine ihrer Shows mit eigenen Augen und Ohren erlebt hat, wird das federnde Stakkato wiedererkennen.
Die zu fantastischen Bildern geformte Klangsubstanz. Natürlich die Stimme von Sänger Felix Räuber, die das Himmlische und Irdische ineinander verknotet wie zwei geschmolzene Zuckerstangen und sich allen gängigen Popzuschreibungen entzieht, den maskulinen wie femininen. Aber gleichzeitig passiert hier etwas Neues: So viel Drive hatte die Band noch nie zuvor, so viel Zug zur Hookline, so viel kompakte Melodie. „Allein, allein“ ist ihr bisher größter Hit – man wird ihn an den erregten iPod-Gesichtern auf der Straße erkennen und an den vielen tollen Remixen, die dieser sanfte Hammer inspirieren wird.
Wieso die Zeile „Wir sind allein“ in einem ansonsten fremdsprachigen Song?
Weil wir hier zur Abwechslung mal ein deutsches Wort haben, das besser klingt als sein englisches Pendant. Wer zum Höhepunkt des Stückes hört, wie 2000 Besucher auf dem letzten Weihnachtskonzert in Dresden den Refrain singen, wird auch verstehen, worum es hier geht. Hunderttausende von Kinobesuchern werden „Allein, allein“ diesen Herbst außerdem in Marco Kreuzpaintners „Krabat“ hören, der ebenso lang erwarteten Deluxe-Verfilmung des legendären Otfried-Preußler-Romans mit Daniel Brühl, Robert Stadlober, Christian Redl und vielen anderen.
„Allein, allein“ ist auch der Vorbote des zweiten Albums von Polarkreis 18, das Anfang Oktober erscheinen wird. Aufgenommen im weltberühmten Weilheimer Uphon-Studio, produziert von Mario Thaler (u.a. The Notwist) und Jochen Naaf (PeterLicht). Die Streicher- und Bläserarrangements, gespielt vom Filmorchester Babelsberg, schrieb Sven Helbig von den Dresdner Sinfonikern – ein weiteres Indiz für die welt- und kunstoffene Haltung dieser ganz besonderen Band.
Polarkreis 18 in Kürze:
Felix Räuber (Gesang, Gitarre, Klavier), Philipp Makolis (Gitarre, Klavier), Christian Grochau (Schlagzeug), Uwe Pasora (Bass) und Bernhard Wenzel (Elektronik).
Alle Anfang 20, aus Dresden, seit 2005 in dieser Besetzung zusammen. Haben sich von der Schülerband und dem anschließenden Laptop-Projekt zu einer der atemberaubendsten Livebands Deutschlands entwickelt, stiegen 2007 mit ihrem bei Motor Music veröffentlichten Debütalbum „Polarkreis 18“ als blutige Newcomer sogar in die deutschen Charts ein, spielten neben einer umjubelten Deutschland-Tour auch Konzerte in u.a. Frankreich, England und Holland, supporteten die Smashing Pumpkins, Mia. und Wir sind Helden, wurden sogar zum weltberühmten Roskilde-Festival geladen. Und begleiteten sich beim Unplugged-Konzert im Dortmunder Konzerthaus unter anderem mit, tja, einer Schlagbohrmaschine.